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November 2000

Einfach anders denken ist einfacher als man denkt!



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Social Media für Führungskräfte


Social Media verändern nicht nur die Kanäle der Unternehmenskommunikation, extern und intern, sondern auch die Kommunikations- und Informationswege der Mitarbeiter und Kunden.  Auf Blogs, Foren, Plattformen, Wikis werden Wissen und Ideen  ausgetauscht, in Echtzeit, unsortiert und ohne Moderation und gehen dabei am eigentlichen Empfänger vorbei, sofern er kein Social Media Monitoring betreibt oder  sich ganz aus den Social Medias heraushält, weil die Webdynamik den herkömmlichen Strategien widerspricht.

Social Media Strategien entstehen in Hangouts und Barcamps, in den Köpfen von Nerds, Geeks und digital Natives. Doch Hangouts, spontane Meetups, Mashups bringen Menschen, Ideen und innovative Trends hervor. Schade, dass diese an den Entscheidergenerationen von 50+ vorbeigehen. Nur knapp 7% der über 50jährigen sind in den Sozialen Netzwerken unterwegs und auch hier gilt die Devise: Nur wer mitmacht, weiss wie’s geht… und wer anderen das Spielfeld lässt, darf am Ende nur zuschauen.

Social Media Management nimmt es mit Gebilden auf, die im Wesen destruktriert, dezentralisiert, exponentiell und in permanenter Bewegung sind. Das ROI wird zu einem ROE, und auch der kann nur langfristig ermittelt werden. Es ist auf jeden Fall zeitintensiv, sollte sich unter den 5% der Trendsetter aufhalten, vorreiten anstatt hinterher zu trippeln.

Das transversale und interaktive Web 2.0 fordert also Umdenken. Das beginnt beim  Wissensmanagement und Social Media Monitoring, um effizient intern und extern zu kommunizieren.

  • Hierarchisch strukturierte und reglementierte interne Informationsvermittlung steht der viralen Kommunikation im Web 2.0 im Wege, ja sie lässt sie gar nicht erst entstehen. Top-down Kommunikationen in Silostrukturen lassen keine Zwischenräume für Querdenker und Innovationen, behindern den Austausch, aber können nicht defintiv das Bedürfnis der Menschen nach Kommunikation unterbinden. Die  Menschen kommunizieren trotzdem: ausserhalb des Unternehmens, in ihren Netwerken, öffentlich oder untereinander. Dort vernetzen sich wertvolle Kenntnisse und Fähigkeiten, die vielleicht auch für das Unternehmen einen Mehrwert darstellten.
  • Statische Intranets mit Zugriffshürden oder ohne Kommentarfunktion für die Mitarbeiter, ganz zu schweigen von etwaigen Anknüpfung an Social Bookmarking oder Social Media oder erschweren es, die Vorteile von Social Media für den Wissenstransfer erfolgreich zu nutzen. Wie viel internes Wissen bleibt irgendwo auf einem Schreibtisch oder im Kopf der Mitarbeiter stecken, wo es doch anderweitig einen Mehrwert schaffen könnte?
  • Ein Unternehmen, das sich nicht für das Feedback seiner Kunden interessiert und es nicht in sein Prozessmanagement und Qualitätsmanagement mit einbindet, geht an wichtigen Innovationspotentialen vorbei.
  • Ein Unternehmen, das wesentliche Hintergrundinformationen nur an bestimmte Gruppen intern verteilt, kann auch extern keine Web 2.0 tauglichen Kommunikationsaktivitäten starten.
  • Ein Unternehmen, das keine klare Wissensbilanz und sein Humankapital  darstellen kann, verkennt die Web 2.0 Potentiale.

Dazu braucht es einerseits ein internes Community-Management 2.0 mit einer interaktiven Plattform, Wikis, Blogs, einen aktiven Wissenstransfer und andererseits ein externes Community-Management, das Social Monitoring und CRM mit einbindet.

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Posted by:
sebastian

Posted on:
November 24th, 2011

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