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November 2000

Einfach anders denken ist einfacher als man denkt!



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Arbeit in der VUCA-Welt ist nur eine Frage der Zeit


Arbeit in der VUCA-Welt

Arbeit_in_der_VUCA-Welt. Arbeitsmarketing 2.0. ununi.tv 2014

Spätestens 2020 wird jeder zweite Erwerbstätige den Arbeitsmodus wechseln, denn die digitale Revolution, die flexiblen Kapitalströme und die Globalisierung beschleunigen sich gegenseitig und stimulieren das VUCA-Syndrom: Volatilität, Ungewissheit, Komplexität, Ambivalenz beherrschen heute die Märkte, auf denen die Unternehmen flexibel, agil, mobil sein müssen.

Das flexible Kapital ist der Schrittmacher der Wirtschaft 21.

Es fordert optimale Produktivität, schlanke Betriebsstrukturen, schnelle Profite. Dabei entsorgt es nebenbei das europäische Sozialmodell. Das flexible Kapital ist der eindeutige Gewinner dieser ersten Etappe eines dreistufigen Prozesses, der den globalen Arbeitsmarkt revolutioniert und wir stehen erst am Anfang des Umbruchs.  Einige sind schon in Pole Position, doch nicht jene, die es eigentlich schon lange  sein sollten.

Wie reagieren die Unternehmen? Sie stellen ihr Betriebssystem von langfristig auf kurzfristig um. Viele verschlanken ihre Strukturen und befreien sich von Ballast: Aufwändige Gewerbeflächen und vor allem Festangestellte werden in der VUCA-Ökonomie zu Risikofaktoren. Die Lean Management Theorien der 90er Jahre hatten die gröβeren Unternehmen schon gründlich zerlegt. Sie bekamen mit den VUCA-Märkten einen unverhofften Teilchenbeschleuniger und vollbrachten gemeinsam die zweite Etappe des Paradigmenwechsels in der Arbeitswelt. Die USA sind Europa auch hier wieder um zehn Jahre voraus. Aber der Weg zur Freelance-Ökonomie wird auch hier  frei.

Doch auf die KMU warten jetzt ganz neue Herausforderungen wie das Workforce Marketing oder das proaktive Arbeitsmarketing 2.0. Nur wenige wissen, was es damit auf sich hat und haben damit einen riesigen Wettbewerbsvorteil.

Und die Erwerbstätigen? Die Business-Lösung der VUCA-Ökonomie klingt revolutionär: Die Wissensarbeiter werden zu Mikrounternehmern, Freelancern, temporären Mitarbeitern. Von allen Zwängen und Hierarchien befreit, können sie endlich ihrem eigenen Innovationspotential freien Lauf lassen! Künftig können sie sogar frei bestimmen, wie viel sie verdienen und wann und wo sie arbeiten wollen.

Damit werben z.B. auch die Sozialen Netzwerke für Business wie XING und LinkedIn erfolgreich um neue Mitglieder.

Selbstentrepreneurship wurde zwar zur Mantra einer Industriegesellschaft im Endstation, doch der Mikro-Entrepreneur im Umbruch wird zum Self-made man der Wissensgesellschaft und der Webökonomie. Gleichzeitig ist  er Pionier auf einem neuen Kontinent, den er jeden Tag neu vermessen darf.  Mehr dazu auf ununi.tv.

Berlin, November 2014